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Wir sagen nein zur Schließung des Haltepunktes in Jütrichau

Wie Sie aus der Presse bereits entnehmen konnten, sollen die Regionalbahnen künftig in Jütrichau nicht mehr halten. Um dies zu verhindern, müssen wir uns gegenüber den Entscheidungsträgern stark machen. Im Rahmen einer Unterschriftenaktion haben sich schon weit mehr als 500 Bürger gegen die Schließung des Haltepunktes ausgesprochen. DieStadt Zerbst, der Landkreis Anhalt-Bitterfeld und auch der Stadtrat der Stadt Zerbst haben sich gegen eine Schließung des Haltepunktes ausgesprochen.

 

Berichte in der Presse zum Thema:

Volksstimme 12.04.12.pdf
Volksstimme 07.04.12.pdf

Volksstimme 03.04.12.pdf

Volksstimme 30.03.12.pdf

Volksstimme 23.03.12.pdf

Volksstimme 22.03.12.pdf

Volksstimme 21.03.12.pdf

Stadtrat der Stadt Zerbst/Anhalt

Willensbekundung des Stadtrates Zerbst/Anh. zur geplanten Auflassung
des Haltepunktes Jütrichau, Stadt Zerbst/Anh., OT Jütrichau

Der Stadt  Zerbst/Anh.  wurde mit Schreiben des Landkreises Anhalt – Bitterfeld, Wirtschaftsentwicklungs- und Tourismusamt, vom 15. März 2012 in Kenntnis gesetzt, dass der  Haltepunkt Jütrichau ab dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn AG im Dezember 2012 nicht mehr bedient wird. Diese Entscheidung hat das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr aus volkswirtschaftlicher Sicht, das Verhältnis von erwartbarer Nachfragen und den Kosten getroffen.

 Diese Entscheidung widerspricht dem Grundsatz 53 des Landesentwicklungsplanes, der festlegt, dass "Streckenstilllegungen, Freistellungen und Rückbau der bestehenden Schieneninfrastruktur sollen vermieden werden. Ein Flächenland wie Sachsen – Anhalt kann auf eine flächendeckende Infrastruktur nicht verzichten, da sie Voraussetzung für die Abwicklung eines den Anforderungen entsprechenden Nahverkehrs ist und damit Grundlage für die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum darstellt".

 Die Bahnlinie ist die einzige Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Oberzentrum Dessau – Roßlau, zur Kreisstadt Köthen (Anh.) und nach  Bitterfeld. In diesen Städten befinden sich die Landkreisverwaltung und die regionalen Berufsschulen. Die flexible Benutzung des Anrufbusses ist keine Alternative, da das Oberzentrum Dessau – Roßlau nicht bedient wird. Die Auflassung des Haltepunktes Jütrichau ist deshalb ein erheblicher Einschnitt in die Daseinsvorsorge für besonders ältere oder nicht mit privaten Fahrzeugen ausgerüstete Personen.

In den Planungsunterlagen  zum Eisenbahnbauvorhaben " Eisenbahnknoten Roßlau/Dessau, Planfeststellungsabschnitt 3, Teilabschnitt 1 – Zerbst" war der Rück - und  Neubau von zwei Außenbahnsteigen am Haltepunkt Jütrichau bereits festgelegt und wird Bestandteil des Planfeststellungsbeschlusses. Dieser Beschluss erfolgt durch das Eisenbahnbundesamt.

Wir fordern das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr auf, die Entscheidung zur Auflassung des Haltepunktes Jütrichau trotz volkswirtschaftlicher Bedenken, aber zum Wohle der Bürger zurückzunehmen und den Neubau der Bahnsteige zu veranlassen.

Zerbst/Anh., den 28. März 2012

W. Bustro   Vorsitzender des Stadtrates Zerbst/Anhalt                                              
H. Behrendt  Bürgermeister der Stadt Zerbst/Anhalt

Letzte Änderung:
April 19. 2012 15:27:21

Neues Design der Inernetpräsenz www.juetrichau.de. Die leeren Seiten werden bald ergänzt.